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Sa 4.Dezember 14:00-
Nikolausrudern

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Inzwischen der erklärte Saisonhöhepunkt: die Bilac, die dieses Jahr bereits zum 20. Mal stattfand. Dieses Mal war der Wormser Ruderclub mit zwei Booten vertreten. Neben dem Team "Dirk" mit Sabine, Klaus, Robert, Gerhard und meiner Wenigkeit begrüßte die Bilac auch die "Rheinruderer" mit Doris, Michael, Christoph, Christian und Alfred.
"Human Output". Muss ich mir merken für die Firma als Bezeichnung von ... ihr wisst schon.  
(alle Fotos: Jürgen Stephan)
Während der Anreise Freitags wurde ab 10 h die Homepage der Bilac geprüft, um nahezu live den Streckenentscheid mitzubekommen - davon hängt nämlich ab, wo die Boote abgeliefert werden sollen. Die Wettervorhersage liess es zu, dass sich das OK für die "Seestrecke" entschied, also die Strecke von Neuchatel nach Biel. Der Wind wurde mit "schwach" und 5 km/h angegeben - dazu dann später mehr. Relativ pünktlich erreichten wir Neuchatel, praktischerweise wurden gerade die Anfahrtsschilder montiert, allerdings hätten wir dieses Jahr die Zufahrt auch ohne Schilder gefunden. In Neuchatel wurden wir mit bestem Wetter und einem ruhigen, 22 Grad warmen See begrüßt. 
 
Traditionelle Kaffeepause in Weil am Rhein nach Überfahren der Grenze ("Vignette auf die Deichsel!")
 
 
 
Gutes Plätzchen unter dem Baum. Das mit den Schwimmnudeln ist gar nicht so dumm.
 
Vor dem Rennen am See

Boot Etzel ist startbereit. 

Yellow Submarine startbereit. 

Bei der Unterkunft gab es dieses Jahr eine unfreiwillige Änderung. Unser Lieblingsquartier, die Baspo in Magglingen konnte nicht gebucht werden. Stattdessen hatte Thomas von Burg ein Kontingent im City Hotel Biel gebucht. Das liegt perfekt in 15 Minuten Fussmarsch Entfernung, hat allerdings nicht ganz den Reiz der Unterkunft in Magglingen. 
 
Covid Zertifikat vorzeigen, Zimmer beziehen, alles läuft wie geschmiert. Aber zu viele Änderungen wollen wir natürlich auch nicht, daher geht es gegen 18 Uhr zu unserem Stammitaliener, dem Capricchio - direkt am See. Die Rheinruderer treffen in Teilen pünktlich ein, da Familie Thier aus Korsika anreist. Bei bestem Wetter nehmen wir am reservierten Tisch Platz und bewundern den Ober, der als Gedächtnisakrobat alle Bestellungen von 10 Personen ohne Notizen aufnimmt. Vor lauter Bewunderung vergessen wir ein Gruppenfoto. Daher reicht es nur für die Dokumentation des Fussweges am See zurück ins Hotel. Wir schaffen es, den Rezeptionisten zu Herausgabe von 10 Bier zu bewegen, obwohl er eigentlich schon (...mit dem Tag und die Bar...) abgeschlossen hatte. Bei unseren Engadin Profis bricht Jubel aus, es handelt sich offensichtlich um eine dort bekannte Marke, das Cervana. Da wir uns in der UMV ("Unmittelbaren Wettkampf Vorbereitung")  befinden, ist es daher vermutlich für unsere Bilac Leistung von Vorteil, dass der Rezeptionist bereits zuhause ist und keine weitere Bierbeschaffung mehr möglich ist.      

Der Renntag verläuft dann tatsächlich wie immer. Frühstück um 7 Uhr, Abfahrt um 7:30 zum rechtzeitigen "Einwassern". Auf dem Sattelplatz gibt es eine Neuerung: die sonst auch bekannten "Dixie Klos" wurden durch "Komposti-Klos" ersetzt. Sehr witziges alpines Holzdesign, die "Spülung" erfolgt durch Holzschnitzel. Was es alles gibt. 

Herrentoilette für kleine Geschäfte im etwas luftigen Design.

Kurz vor halb 9 begeben wir uns die Schlange zum Einwassern, etwas Chaos, aber wir kommen dank aktivem Anstehen wie immer rechtzeitig aufs Wasser und rudern locker die etwas mehr als 1000 m zum Start. Wie reihen uns hinter die Renndoppelvierer und Achter ein in guter Position. Pünktlich um 9 Uhr geht es los mit insgesamt 110 Booten, wie immer ein toller Anblick. Wir kommen gut weg, rudern etwa 3 km direkt neben einem Mannheimer/Karlsruhe Vierer nebenher, der durch eine Kampflinie beeindruckt, aber uns trotz der ungewöhnichen Taktik von 10er Zwischenspurts (bei 30 km?) dann doch ziehen lassen muss. Im Ziehlkanal haben wir einen guten Vorsprung vor einigen Rennbooten und fahren sehr gute Zwischenzeiten. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein Gig Doppelvierer deutlich vor uns, der auch später den Preis für den schnellsten Gig Vierer in einer hervorragenden Zeit von 2:15 gewinnt. Im Bieler See erwartet uns heftiger Gegenwind, dem wir dann ab Kilometer 20 dann doch Tribut zollen müssen. Aber wir bringen auch das sauber hinter uns und sind mit einer Zeit von 2:22,53 sehr zufrieden. Der 16. Gesamtrang von 110 und laut Ergebnis der zweitschnellste Gig 4x+. Im Ziel bekämpfen wir die drohende Unterhopfung schnell mit dem gewohnt süffigen Bier, auch wenn die Schanktechnik Grund zur Unruhe gibt. Auch die Rheinruderer absolvieren ihre erste Bilac bravourös unter den schwierigen Bedingungen und kommen nach 2 h und 44 Minuten ins Ziel (43. Gesamtrang). 

 
 
Letzte Vorbereitungen.
 

Am Start war der See im besten Zustand.


Traditionelles Selfie vor dem Start.

Abends sollte dann die gute Tradition des Dinners in der Bergalm Hohmatt fortgeführt werden. Die ist mit einem knackigen Fussmarsch von der Baspo in Magglingen zu erreichen, aber da müssen wir ja erstmal hin. Das gelingt uns mit der Standseilbahn, die ganz in der Nähe des SC Biels zu finden ist. 7 Schweizer Franken für eine Fahrt, aber gut ist ja Urlaub.  

 
Vorbildliche Maskenbenutzung.
 
In Magglingen genießen wir erst kurz die Aussicht, leider ist die Fernsicht etwas eingeschränkt. Aber dennoch schön. Den Fussweg zur Hohmatt kennen wir schon gut, unsere Premiere Teilnehmer nicht, insbesondere nicht die Tatsache, dass es noch einige Höhenmeter sind auf den 20 Minuten... 
 
Wenigstens so eine Art Gruppenbild.
 
Die Hohmatt verpflegte uns wie immer gut, gute Stimmung nach getaner Arbeit. Zurück geht es dann nur noch runter, alle müde nach 30, teilweise doch zähen Ruderkilometern. Die traditionelle Wanderung am Sonntag entfällt wegen Dauerregen, aber dafür empfängt uns die Heimat mit Sonne zum Boote abladen. Ab morgen beginnt die Vorbereitung auf die Bilac 2022!


Abschlussgetränk in La.