Wormser Ruderclub Blau Weiss von 1883 e.V. - Rudern verlernt man nie
 

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Termine

Do 6.September 15:00-18:00
Kaffeekränzchen der WRC-Damen

Eigentlich wollte ich ja nur zu der Hochzeit meiner Nichte am 8. Juli 2017 in Worms, aber weil die Autobahn am Freitag immer so voll ist, haben wir uns entschlossen, schon am Donnerstag zu fahren. (Manche) Rentner haben ja viel Zeit. Meine Schwester wusste, dass ich gerne wieder einmal rudern würde und telefonierte vorher - ohne, dass ich etwas davon wusste - mit Rolli (Ronald Rolzhäuser), den sie über den Liederkranz kannte.


Manfred Arnd, Peter Uhrig (v.l.)

Rolli konnte leider nicht rudern, gab uns aber die Telefonnummer von meinem Freund Waldi (Walter Weissenrieder ). Er konnte zwar im Moment wegen Bandscheiben und Knie-Problemen auch nicht rudern, wollte aber alles organisieren. Die AH-Ruderer, die jeden Freitagmorgen in Lampertheim sind, waren zu der Zeit auch nicht verfügbar, da sie auf einer gemischten Wanderfahrt unterwegs waren.

Ich wollte mich gleich mit Waldi in Lampertheim treffen, er schlug aber vor, uns erst im Bootshaus in Worms zu treffen. Er zeigte mir das Bootshaus, das so schön aufgeräumt und sauber war, als hätte man es extra für mich gemacht. Das Ruderbecken, immer noch so, wie es früher war.

Bei der Bootshaus Einweihung im April 1961, saßen Waldi, ich, Gerhard Dinges und mein Bruder für ein Foto der Presse im Ruderbecken. Dann zeigte mir Waldi den Kraftraum. Und wen treffen wir da? Kurt Müller, auch ein Ruderer mit dem ich viele AH-Rennen bestritten habe. 


Im Ruderbecken - Foto aus der Festzeitschrift 1971

Waldi erklärte mir , dass er mit Peter (Peter Uhrig sen.) telefoniert hatte und warte nur auf einen Rückruf , wann wir uns in Lampertheim treffen sollten. Überbrückt haben wir die kurze Zeit bei „ Al Fiume“ mit einem Kaffee. Nach dem Anruf fuhren wir nach Lampertheim und Peter erwartete uns schon. Kurt war auch schon da und trank, wie immer, sein obligatorisches Bier.

Klar, dass wir, wie in alten Zeiten, mit einem Renndoppelzweier aufs Wasser gingen. Ich traute mich zwar nicht so recht, aber Peter meinte: „ Rudern verlernt man nicht, das ist wie Radfahren.“ Peter, immer noch fit, ruderte mit mir zur Mauer und dann zu dem Kieswerk bei wunderbarem Wetter. Traumhaft, dass das alles so geklappt hatte. Ich war, und bin immer noch begeistert.

Auf dem Nachhauseweg telefonierte Peter mit seiner Frau Renate und als sie erfuhr, dass er mit mir unterwegs war, lud sie mich spontan zu sich ein. Ich musste leider absagen, denn meine Schwägerin und Schwager hatten bereits für mich gekocht.


Peter Uhrig, Manfred Arnd, Waldi Weissenrieder (v.l., alle Fotos: M. Arnd)

Ein toller Tag, schöner hätte er nicht sein können und ich wünsche mir, ihn zu wiederholen, wenn alle Freundinnen und Freunde da sind. Meine Leidenschaft ist nun einmal das Rudern, auch wenn ich im TSV Burgdorf erfolgreich Leichtathletik betreibe.

Nach dem Besuch in Worms fuhr ich Ende Juli zu den Senioren – Leichtathletik Europameisterschaften nach Aarhus, Dänemark. Hier konnte ich 3 EM Titel erringen: 100-Meter, Weitsprung und Staffel.

Red.: Hier noch einige Hintergrundinfos von Sabine:
Manfred Arnd war ein sehr erfolgreicher WRC Ruderer. 1971 wurde er Deutscher Vizemeister im Vierer mit Steuermann in der Besetzung Bernd Klöter, Klaus D.Maier, Gerhard Haußmann, Manfred Arnd, Stm. Norbert Grieser.

Obwohl wohnhaft in Uetze ist er dem Verein seit 48 Jahren noch treu verbunden. Sportlich ist er trotz seiner 75 Jahre immer noch topfit, hat vier verschiedene Sportarten erfolgreich absolviert und 2017 mit drei EM-Medaillen in der Leichtathletik aufhorchen lassen. Bei einem Besuch in Worms traf er ehemalige Vereinskameraden und stieg auch mal wieder ins Boot.