Termine

So 3.November 00:00
Saison Abschlussfahrt nach Oppenheim
Do 7.November 15:00-18:00
Kaffeekränzchen der WRC-Damen
Sa 9.November 09:00-13:00
Arbeitseinsatz in WO

 

Vereinskleidung

Partnervereine

Ein Ruderer der DiDo-Gruppe ist vor 2 Jahren nach Kiel verzogen. Letztes Jahr wurden wir von Georg gefragt, ob wir ihn nicht mal in Kiel besuchen wollten. Die Begeisterung war vorhanden. Allerdings musste ich leider einen kleinen Dämpfer einbauen, denn Kieler Förde zu rudern ist nichts für absolute Anfänger. Auch muss die Kondition eine andere sein, denn 20 km auf der Kieler Förde zu rudern ist ein gänzlich anderes Rudern als auf dem Altrhein.

 

Schnell fand sich eine Gruppe von 6 Ruderern, die gerne vom 29.5.2019 bis 2.6.2019 nach Kiel wollten. Entsprechend wurde vorher sehr viel gerudert, trainiert und gelernt.

Erste Herausforderung war die Buchung von 7 (6 + meine Person) Personen bei der Deutschen Bahn. Dank Helena mit ihren guten Kenntnissen der DB wurde auch das gemeistert. Leider musste dann die Organisation geändert werden. Georg erkrankte und konnte nicht mitrudern.

Da ich inzwischen guten Kontakt zur 1. VS, Sabine Köhler hatte, konnten wir uns sehr unkompliziert verständigen. Sabine, Georg und ich beschlossen, die Wanderfahrt trotz alledem zu starten, da alle notwendigen Voraus-Buchungen erledigt waren.

Am 29.5.2019 ging es sehr früh los (6.30 Uhr) Wir kamen alle aus unterschiedlichen Richtungen (Mainz, Bockenheim, Osthofen, Frankenthal, Worms und Lorsch) und trafen uns in Frankfurt. Der ICE brachte uns problemlos nach Kiel und wir hatten schon im Zug viel Spaß an (zu vielem) Essen und Kartenspielen, dessen Regeln jeder anders auslegte.

Ankunft in Kiel bei perfektem Wetter. 20 Grad, Sonne und nur sehr wenig Wind. In Kiel liehen wir uns die vorbestellten Fahrräder und ein Taxi brachte unser Gepäck parallel ins Hotel.

Wir waren von Sabine Köhler eingeladen worden, direkt am 29.5.19 abends um 18 Uhr zu dem allgemeinen Rudertermin zu kommen. Wir nahmen dieses Angebot gerne an und...staunten: ein beeindruckende lange Promenade in Kiel mit 3 Ruderclubs, deutlich andere Boote (E+D) und einen Steg, der von anderen Menschen komplett belegt war. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch Sabine und Elsbe, schneller Einteilung, ging es direkt auf das Wasser. Die schwimmenden Personen wurden so gut es geht ignoriert und am Steg dazu aufgefordert, Platz zu machen. Hintergrund: der Steg ist von der Stadt

gepachtet und die Menschen in Kiel „übernehmen“ bei gutem Wetter die Stegeum ins Wasser zu springen. Dies ist für die Kieler Ruderer eine ständige Herausforderung.

Die war es auch für uns, denn die Kieler Förde ist Ostsee-Rudern. Deutliche Wellen, der wenige Wind (für Kieler) war viel Wind für uns und die Gesellschaft auf dem Wasser eine andere: hunderte von Segelschiffen, Fähren, Berufsschifffahrt und Kreuzfahrtschiffen. Das Rudern an der AIDA und der schwedischen Fähre vorbei war für uns ein absolutes Highlight.

Nach dem Rudern wurde besprochen den nächsten Tag erst gegen 11 Uhr zu beginnen, denn wir hatten ein Geburtstagskind unter uns. Der Abend war für mich (Uschi) bald beendet: ich war müde trotz eines sehr attraktiven Angebotes von Eva. Sie gab einen kurzen Überblick über Kiel und konnte uns dann noch in den Glockenturm des Klosters Kiel einladen. Sie lernt dort„Glöcknerin“. Deshalb hatten wir auch die Gelegenheit, an einem Übungstischeine kurze Hörprobe von ihr zu erhalten.

Um 11 Uhr am Donnerstag (Vatertag) standen alle bereit bei der Germania Kiel. Es waren für die Tage Obmänner benannt: Sabine, Elsbe Rolf Ka., Rolf Kö.,Hans und Karin.

Schnelle Einteilung und die Kieler Förde wurde gut berudert. Dazu noch kenntnisreiche Erklärungen und es war ein sehr schöner Rudertag. Das Wetter spielte allerdings nicht mehr so richtig mit (Dauer-Niesel-Regen) und wir beschlossen um 14 Uhr das Rudern zu beenden. Nach schneller Dusche und noch schnellerem Fahrradfahren waren wir am Schiffs-Anleger angekommen. Wir wollten unbedingt zum Marine-Ehrenmal in Laboe. Der Regen hatteaufgehört, allerdings legten die „Vater-Tagestouren“ deutlich zu. Wirignorierten den mehr oder weniger lauten Gesang und genossen die Fahrt. Danach war es noch ein ordentlicher Fußmarsch, bis wir beim Ehrenmal in Laboe ankamen. Wir hatten dann nur noch eine Stunde Zeit, bis das Mahnmal schloss. Danach mit der Fähre zurück und in ein tolles thailändisches Restaurant Banmaai.

Den Abend beendeten wir früh, denn am nächsten Morgen stand die Fahrt nach Lübeck an.

Treffen früh am HBF Kiel und mit dem Zug nach Lübeck, perfekt organisiert von Elsbe. Bei der Ankunft der Lübecker Rudergesellschaft war ebenfalls alles vorbildlich von Sabine organisiert. Schnelle Aufteilung und dann wurde das von mir sehr gewünschte Lübecker Gewässer gerudert. Einmalige Eindrücke, wenn man die Lübecker Altstadt von der Wasserseite aus sehen kann. Danach wurde noch auf der Trave gerudert, die vor allen Dingen noch sehr große gärtnerisch gestaltete Grundstücke nebst Häusern aus vergangenen Zeiten haben. Die Kieler und ich traten die Heimreise an; der Rest von uns erkundete noch die Lübecker Altstadt zu Fuß.

Samstag war unser letzter Rudertag. Das Wetter wollte uns beweisen, wie man in Kiel rudert, nämlich immer mit Wind; manchmal mit sehr viel Wind.

Unsere großartigen Obmänner hatten wieder gut organisiert und es sollte ein wenig auf der Kieler Förde gerudert werden. Danach durch eine Bootsrutsche (treideln) zur Schwentine.

Wir durften nochmals neben AIDA und GroßFähren rudern, bekamen eine„Stadtführung“ mit dem Boot auf der Kieler Förde und ruderten nach demTreideln auf der Schwentine. 5 km idyllische Natur mit Seerosen und Schildkröten.

Zurück ging es wieder über die Kieler Förde zum Anlege-Steg. Ich gebe zu froh gewesen zu sein, als wir wieder angelegt hatten, denn bei Windstärke 5 auf der Kieler Förde war schon eine Herausforderung. Unsere jüngeren Ruderer fanden es großartig und am glücklichsten war sicherlich Helena, die bekanntlich das Rudern auf der Ostsee in Finnland erlernt hatte und Wind und Wellen richtig genoss.

Ein Erlebnis der besonderen Art war die 2malige Begegnung mit einem Delfin. Dieser ist zur Zeit in der Kieler Förde beheimatet und zu unser aller Freude zeigte er sich sehr ausgiebig.

Diese sehr außergewöhnliche Wanderfahrt wäre ohne die vorbildliche Organisation von Sabine, Elsbe, Rolf Ka., Rolf Kö., Hans und Karin nicht möglich gewesen. Trotz Krankheit bestand stetiger austauschender Kontakt mit Georg.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der RG Germania Kiel für eindrucksvolle Tage und bedankten uns bei unserem gemeinsamen Essen am 1.6.2019 mit einer schönen Kiste 6-erPack Rheinhessischen Weines.

Unsere „Abschlussdrohung“: wir kommen wieder!!!
Natürlich wurde die Gegen-Einladung an das Kieler Team gerne ausgesprochen.

Wormser Teilnehmer:
Gregor Hess, Helena Jetses, Marianna Schneider, Daniela Kube, Frank Mauren, Christian Harbauer und Uschi Renner


(alle Fotos: Uschi Renner)